Hoffnungslose Dystopie

In Berlin prangt ein Schriftzug auf dem Haus in der Kastanienallee 86 : „Kapitalismus normiert, zerstört, tötet.“ Handys (bzw. Endgeräte, wie Sibylle Berg sie nennt), Fernsehen und MacDonalds (für Fastfood) sind das Brot und Spiele der Neuzeit. Was getötet wird, ist das Miteinander. Im Kapitalismus ist das Gegeneinander schon angelegt. Wohin das führt, sehen wir…

Androiden-Ich trifft auf menschliche Schwächen

Eines gleich vorweg. Die Geschichte ist für mich kein „typischer“ McEwan Roman, wie zum Beispiel Abbitte, Honig oder der Zementgarten, sie ist recht kopflastig mit sehr vielen ethischen und moralischen (ich verwende diese beiden Begriffe in diesem Fall tatsächlich nicht als Synonyme) Implikationen, die den Plot über weite Strecken in den Hintergrund drängen. Gerade deshalb,…

Tiere und Menschen

Sy Montgomery, deren umwerfendes Buch über Oktopoden mich und viele andere Leser*innen begeisterte, hat zusammen mit Elizabeth Marshall Thomas – die beiden sind seit vielen Jahren befreundet – eine Essay-Sammlung über tierisches Verhalten veröffentlicht. Wie der Titel verrät, werden Wildtiere und Haustiere querbeet besprochen. Das reicht vom evolutionär höchst erfolgreichen Bärtierchen bis zu den Großen…