Love is in the air – mit Sogwirkung!

Heute gibt es mal eine Jugendbuchbesprechung, direkt von der Zielgruppe verfasst 😉 Zu diesem Luxus kommt Ihr, weil meine 14-jährige Tochter innerhalb der letzten 2 Wochen eine Hun­dert­acht­zig­grad­wen­de gemacht hat, was ihr Leseverhalten angeht. Nachdem sie in den letzten Jahren kaum mal freiwillig zu einem Buch griff, kam sie neulich strahlend aus ihrem Zimmer mit…

Wham! Bam! Thank you men and ma’am*

Dieses Mal habe ich mir mit der Beurteilung des Debütromans von Katharina Schaller extrem schwergetan. Einerseits ist er ein bisschen feministisch, denn die Protagonistin nimmt ein normalerweise nur männlich konnotiertes Verhalten für sich in Anspruch, das so gar nicht den Rollenklischees von Frauen entspricht, im Gegenteil, sie verhält sich sogar massiv entgegen aller sozialen und…

Eine Odyssee Mein Vater, ein Epos und ich

Daniel Mendelsohns Roman ist zugleich Memoir, Familiengeschichte, Literaturexkursion samt Interpretation und Reisebericht. Sein Held, er selbst, ist Professor für Altphilologie, als sein 81 Jahre alter Vater beschließt in sein Seminar zu kommen um sich anzuhören, was sein Sohn, in dieser, für ihn den Mathematiker, so unpräzisen Wissenschaft, den jungen Leuten über Homers Odyssee erzählt. Basierend…

Dave

Dass Rapahaela Edelbauer verdammt gut schreibt und raffinierte stilistische Feinschmeckerei betreibt habe ich bereits in „Das flüssige Land“ erfahren und genossen. Daher war die Vorfreude auf DAVE, dessen Aufmachung mich bereits entzückte, immens. Übrigens, falls ihr Worte entdeckt, die ihr zwar dechiffrieren könnt, aber bisher nicht kanntet, das liegt glaube ich nicht daran, dass die…

#Euphancholie

Benedict Wells hat sich in seinem neuen Roman Hard Land für die Zeit entschieden, die ihn am meisten fasziniert, die er aber selbst nicht als Teenager erlebt hat, weil er schlichtweg erst in den 80er geboren wurde. Dabei hat er seine Geschichte in eine Kleinstadt in Missouri verlegt, ein cleverer Trick, um Kritik an der Ausrichtung des Romans zu entgehen. Denn Wells wollte keinen kritischen Roman schreiben, sondern sich die Sehnsucht nach dem einen Sommer, der alles irgendwie verändern kann, von der Seele schreiben – und das hat er richtig gut gemacht.