Ist Schweigen Gold?

Fertig! Pünktlich zum Erscheinungstag habe ich das schmale Bändchen mal so eben „inhaliert“. Vater-Tochter-Beziehungen sind wohl immer speziell, Dilek Güngör lässt ihre Protagonistin Ipek, die Journalistin ist, den Versuch unternehmen, ihrem Vater bei einem mehrtägigen Besuch emotional wieder näherzukommen. Denn Ipek leidet als berufliche Wortkünstlerin unter der Wortlosigkeit, die sie im Umgang mit ihrem Vater…

100% Saft

Klassische Coming-of-Age Geschichten gibt es – zumindest ist das mein Eindruck – in den Verlagsprogrammen des ersten Halbjahres 2021 sehr viele. Ein paar davon habe ich bereits gelesen, beziehungsweise bin noch dabei. Da wäre zum Beispiel Benedict Wells mit Hard Land zu nennen, ein Roman, der mich als Kind der 80er-Jahre mit der dazu gehörigen…

Aggressive Polemik überdeckt leider jüdisches Leben

Ich lese ja, seitdem ich lesen kann, leidenschaftlich gerne jüdische Literatur aus allen Zeitaltern, habe im Alter von 10 Jahren mit Kishon begonnen, mich über das Gesamt-Oeuvre Schnitzlers, Roths, Zweigs und ein bisschen Musil, Kafka und Torberg bis zu den modernen, zeitgenössischen jüdischen Romanen, Geschichten und Biografien hochgehandelt.  Insofern war und ist es mir natürlich…

Eine Frage der Perspektive

Neulich stand im Status einer Freundin auf dem wohlbekannten Instant-Messaging-Dienst ein Spruch, der in etwa lautete: „Wenn es keine Männer gäbe, wäre die Welt voller glücklicher, rundlicher Frauen“. Das ist überspitzt formuliert, aber der Gedanke, der bei dieser Aussage transportiert wird, ist durchaus berechtigt und regt zum Grübeln an: Setzen wir Frauen uns selbst derart…