Gier – oder das Land der Freien

Eine ganze lange Nacht über versucht Lynette, den Plan, den sie seit drei Jahren verfolgt und mit dem sie nicht nur sich selbst, sondern auch ihrem entwicklungsgestörten Bruder und ihrer Mutter ein Zuhause sichern möchte, zu retten. Drei Jahre lang hat sie gearbeitet bis zum Umfallen – welche persönlichen Grenzen sie in der Ausführung ihrer…

To leave or not to leave

„High Fidelity“ war einst eines meiner liebsten Bücher und ich denke immer mit warmem Gefühl an die Geschichte zurück. Kennt ihr das? Die Erinnerung an gute Bücher, die einen beeindruckt, geprägt, unglaublich abgeholt und weitergebracht haben? „Fever Pitch“, „Juliet Naked” und “Miss Blackpool” hingegen gefielen mir gar nicht. Konnten nicht packen. An „Small Country“, die…

Der kleine Hausdespot kriegt die Kurve

Heuer habe ich mir zufällig sehr viele Bücher mit traditionellen Männerfiguren ausgesucht, und ich muss sagen, dieser Roman hat mir gut gefallen, vor allem weil der Protagonist sich im Laufe der Geschichte als vielschichtiger erweist, als ich erwartet habe. Barbara und Walter Schmidt führen eine sehr eingefahrene Ehe mit extrem traditionellen Rollenmustern, in denen der…

Freiheit über den Wolken

Zu „Wolkenkuckucksland“ von Anthony Doerr kam ich per Zufall. Ich kannte den Namen des Autors zwar, wusste auch, dass er bereits den Pulitzer-Preis erhalten hat, hatte aber noch nie etwas von ihm gelesen. Völlig unvoreingenommen machte ich mich also an diesen brachialen, über 500 Seiten fassenden Wälzer – und wurde mehr als reich belohnt!! Seit…

Was nach Olympia ’36 geschah

Ich kann mich noch sehr gut an meine erste Begegnung mit Gereon Rath, einer der Hauptfiguren aus Volker Kutschers mittleweile sogar verfilmten Kult-Krimi-Reihe eben um den Kommissar Rath, der aus Köln stammend, nach Berlin versetzt wurde, um dort die Großstadt-Kriminellen im Zaum zu halten. „Der nasse Fisch“, der erste Band der Reihe, war gerade erschienen…