Frühling Ali Smith Jahreszeiten Romane

Ali Smith halte ich mittlerweile für eine der großartigstens englischspachigen AutorInnen. Gesllschaftlich und politisch aktuell, überraschend, sprachlich gewitzt und versiert, und stilistisch frisch, hält sie ihren LeserInnen den Spiegel vor. Kommentarlos, ohne Anklage. Denken darf jede/r selber. Ihre kurzen Skizzen sind aussagekräftiger als viele politische Artikel. Dazu schafft sie ihre ganz eigene Poesie, die sie…

Hintern hoch und los!

Kübra Gümüşay hat das Vorwort zu dem kleinen Büchlein „Stand up, speak up! Große Reden kluger Frauen“ geschrieben, das genau so energiegeladen ist, wie sein grelles Cover vermuten lässt. Die umtriebige Bloggerin, Autorin, Journalistin, Feministin und studierte Politikwissenschaftlerin mit türkischen Wurzeln erregt derzeit auch Aufmerksamkeit mit ihrer Beteiligung an der deutschen Gemeinschaftsübersetzung von Amanda Gormans…

Dave

Dass Rapahaela Edelbauer verdammt gut schreibt und raffinierte stilistische Feinschmeckerei betreibt habe ich bereits in „Das flüssige Land“ erfahren und genossen. Daher war die Vorfreude auf DAVE, dessen Aufmachung mich bereits entzückte, immens. Übrigens, falls ihr Worte entdeckt, die ihr zwar dechiffrieren könnt, aber bisher nicht kanntet, das liegt glaube ich nicht daran, dass die…

#Euphancholie

Benedict Wells hat sich in seinem neuen Roman Hard Land für die Zeit entschieden, die ihn am meisten fasziniert, die er aber selbst nicht als Teenager erlebt hat, weil er schlichtweg erst in den 80er geboren wurde. Dabei hat er seine Geschichte in eine Kleinstadt in Missouri verlegt, ein cleverer Trick, um Kritik an der Ausrichtung des Romans zu entgehen. Denn Wells wollte keinen kritischen Roman schreiben, sondern sich die Sehnsucht nach dem einen Sommer, der alles irgendwie verändern kann, von der Seele schreiben – und das hat er richtig gut gemacht.