Berliner Stadtblatt Nr.26

Heinz Eduard, ein für die Widersprüchlichkeiten dieser Stadtlandschaft recht unbekümmter Zeitgenosse, geht auch an diesem verregneten Dienstag wie stets nach Plan vor. Er frühstückt am offenen Fenster, während der feinstimmige Gesang des Dresdners Knabenchors den Raum leicht anhebt. Aller akustischen Erhabenheit zum Trotz schlurft Heinz hörbar genußvoll von seinem brühheißen Kaffee, bevor er sich vorfreudig…

Berliner Stadtblatt Nr. 23

Der Vormittag durchlebt bereits seine Wechseljahre, als Rolf Weser mit seinem geschätzten white cream coffee naturell endlich den Startknopf seines Towers betätigt. Immerhin, es sieht nicht gut aus. Dazu muß er lediglich aus dem Fenster blicken und das muntere Frohlocken der Vögel betrachten. Sicherlich schon wieder über 25°C. Und keine Wolke zu sehen. Das perfekte…

Ein neuer Morgen – ein Berliner Stadtblatt

Da setzt eine Dämmerung in Franz ein, als das Verstehen sich anzuschleichen beginnt. Sich entlang der, vom Alkohol, angerissenen Neuronalnetze gemächlich durch sein Hirn schiebt, stets bedachtsam nach neuronalen Verknüpfungen Ausschau haltend, die zu nutzen das Verstehen näher an die zugeschnürte Blase seines Bewußtseins tragen soll. Bis schließlich das Verstehen, das Gewahrwerden der vollen Kälte dieses Augenblicks sein zusammengeschrumpeltes und ausgedörrtes Bewußtsein bis zur Gänze ausfüllt und ihn mit dem Hammer der Verlassenheit brutal zu Boden streckt.