Eine Odyssee Mein Vater, ein Epos und ich

Daniel Mendelsohns Roman ist zugleich Memoir, Familiengeschichte, Literaturexkursion samt Interpretation und Reisebericht. Sein Held, er selbst, ist Professor für Altphilologie, als sein 81 Jahre alter Vater beschließt in sein Seminar zu kommen um sich anzuhören, was sein Sohn, in dieser, für ihn den Mathematiker, so unpräzisen Wissenschaft, den jungen Leuten über Homers Odyssee erzählt. Basierend…

Wem die Stunde schlägt

Tage mit Ora. Schon dieser Titel ist mir ins Gesicht gesprungen Ora, italienisch für Stunde, verknüpft mit dem Wort Tage. Tage mit schönen Stunden? Nur ein Teil dieser Tage sind schön und erinnerungswürdig? Ora ist auch ein Wind am Gardasee. Und ein Wind weht durch das Leben des Erzählers. Eine Frau, wie ein Orkan, die…

Ein neuer Morgen – ein Berliner Stadtblatt

Da setzt eine Dämmerung in Franz ein, als das Verstehen sich anzuschleichen beginnt. Sich entlang der, vom Alkohol, angerissenen Neuronalnetze gemächlich durch sein Hirn schiebt, stets bedachtsam nach neuronalen Verknüpfungen Ausschau haltend, die zu nutzen das Verstehen näher an die zugeschnürte Blase seines Bewußtseins tragen soll. Bis schließlich das Verstehen, das Gewahrwerden der vollen Kälte dieses Augenblicks sein zusammengeschrumpeltes und ausgedörrtes Bewußtsein bis zur Gänze ausfüllt und ihn mit dem Hammer der Verlassenheit brutal zu Boden streckt.

John Higgs

„Was zum Teufel geschah zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit der menschlichen Psyche?“  John Higgs hat seine ganz eigene Art diese Frage in seinem Buch „Alles ist relativ and anything goes“ OT: Stranger Than We Can Imagine. Making Sense Of The Twentieth Century  zu beantworten. Derart, dass ich mich nach Lektüre begeistert, bereichert, hervorragend unterhalten…