Von der Drogenparty zum Projekt gesellschaftlicher Aufstieg

Ich habe noch nie einen so punktgenauen, fast schon untertriebenen und Bescheidenheit heuchelnden Klappentext gelesen – der Roman ist genauso wie angekündigt nicht nur ein wilder, sondern einer der schrägsten kühnsten und abgedrehtesten Ritte durch die Berliner Szene quer durch die Jahrzehnte. Die extrem überzeichneten kuriosen Figuren in ihren Subkulturen erinnern mich ein bisschen an…

Spil no eis

Dies wird eine Liebeserklärung – aber wo soll ich beginnen? Als alter Martin-Suter-Fan stolperte ich letztes Jahr über die Ankündung von „Song Book“ im Diogenes-Newsletter. Doch ganz ehrlich: Schwiizerdütsche Lieder eingespielt von einem mir völlig fremden Herrn, mit irgendwelchen frei erfundenen Geschichten zu ihrer Entstehung in einem schmalen Bändchen vereint – puh! Das klang für…

Da beutelt nix, aber viel Schönes dabei…

Kein Känguru, dafür noch eine Dystopie? Ich bin Beuteltierliebhaberin der ersten Stunde: Das kommunistische Känguru war Urlaubsbegleiter auf langen Fahrten, Launeaufheller ohne (unerwünschte) Nebenwirkungen und Anlass für viele gute Gespräche mit den begeisterten Söhnen – die bis heute etliche Zitate zu gegebenem Anlass freudig absondern –  und nicht zuletzt auch politische Meinungsbildung für sie. Wie…

Keine gute Tat bleibt unbestraft

Alan, Ende vierzig, ist Restaurantkritiker mit eigener wöchentlicher Kolumne und sich gut verkaufenden Kochbüchern. Seinen schottischen Akzent hat er schon vor Jahren geglättet, lebt er doch in der Nähe von London und will auch dort verstanden werden. Mit seiner Frau Katie, selbst Kolumnistin mit hoher Affinität zu den verschiedensten Internet-Kanälen, und ihren drei gemeinsamen Kindern,…