2017 – 1984

Wer viel liest, wie wir ausgemachten Lesejunkies beim feinen reinen Buchstoff, kennt das Phänomen wahrscheinlich. Lesemüdigkeit und Unlust. Der Anspruch steigt und die Lektüre kann nicht mithalten. Die Überraschung fehlt, die Entdeckungslust wird enttäuscht. Fade erscheint das immer Gleiche in neuer Variation. Olga Slawnikowa, hat meine Lesefreude mit 2017, ihrem ersten ins Deutsche übersetzten Roman,…

Druiden, Geheimbünde und das alles in Köpenick

Wer Kai Lüftners ersten Band der herrlich witzig-schrägen Reihe um die alte Adelsfamilie Finsterstein aus Köpenick gelesen oder gehört hat, ist sicher voller Neugierde darauf, wie die Geschichte wohl weitergehen mag. Nachdem Fred und sein neuer Freund Franz die Familie Finsterstein aus ihrem 400-jährigen steinernen Schlaf geweckt hatten und mit knapper Not den offensichtlich feindlich…

Der Gentleman, viktorianischer Screwball

Der Gentleman ist Engländer. Wie könnte es auch anders sein. Lionel Savage, dessen Geschichte hier berichtet wird, hat mich total erheitert, fasziniert und war erfrischend anders als fast alles zuvor gelesene, zudem total witzig amüsant und elegant. Am ehesten noch vergleichbar mit Die Besteigung des Rum Doodle und der Brautprinzessin. Herrlich altmodisch, dabei frisch und…

Überleben allein ist unzureichend

Dystopien sind meist eine düstere Sache. In den dargestellten Endzeitszenarien, sterben erst die Menschen, dann die Hoffnung. Kriege, Hungersnöte, Misstrauen und Überlebenskämpfe prägen die untergegangene Welt. Dunkelheit und Hunger müssen bekämpft werden, die Überlebenden Menschen verfallen in Barbarei, die Kultur versinkt, die Errungenschaften der Zivilisation werden vergessen. Dass es nicht unbedingt so sein muss, zeigt uns…