Der Duft der weiten Welt

Wer braucht Berlin, wenn er Hamburg haben kann 😉 Im vorliegenden wunderbar leicht zu lesenden Roman „Die Douglas Schwestern“ jedenfalls trifft sich die Crème de la Crème der Beauty-Welt und alles spielt hier, im verregneten Hamburg – und man vermisst das weltmännische, umtriebige Berlin gar nicht, denn auch hier im hohen Norden steppte in den…

Die unangepassten Damen

Paris, Ende des 19. Jahrhunderts. Nicht alle, die hochwohlgeboren sind, haben ein so sorgloses Leben, wie man meinen könnte. Nicht alle dieser Gesellschaftsschicht genießen die finanziellen Freiheiten und den Luxus, die hier vorhanden sind. Warum? Weil sie Frauen sind. Unangepasste Frauen. Frauen mit einem eigenen Kopf. Querdenkerinnen, Esoterikerinnen, spirituell angehauchte Damen. Es lebt sich als…

Holly Golightlys Partyfreunde

Patrick deWitt ist eine leichte, nicht unbedingt sehr anspruchsvolle, aber extrem unterhaltsame, gute Geschichte gelungen, die mich in ihrer überspannten Darstellung der Protagonisten der Upperclass, die nur einen Wimpernschlag vom totalen Bankrott entfernt stehen, und in der intensiv zelebrierten fatalistisch betont sorglosen Stimmung frappant an Truman Capotes Frühstück bei Tiffany erinnert. Obwohl das Ambiente an…

Wegen Koma in Tokio

Realitätsnähe ist nicht unbedingt das hervorstechende Merkmal des mir vorliegenden Titels „Das Zimmer der Wunder“. Die Idee des Buches ist allerdings hervorragend: An einem ganz banalen Samstagmorgen auf dem Weg zum gemeinsamen Frühstück mit der Großmutter fährt der 12-jährige Pariser Louis seiner zu Fuß gehenden Mutter auf seinem Skateboard voraus. In einem Affenzahn schlängelt er…