Von bipolaren Zeiten

Musik ist wie Kunst oder auch Literatur in einem gewissen Maße äußerst subjektiv. Was ich aus einem Song heraushöre, kommt nicht unbedingt bei anderen Menschen genauso an. Und gerade deshalb gibt es Vorlieben für Bands, Künstler, einzelne Songs oder Alben, die von persönlichen Erfahrungen geprägt sind und die Verbindung zu bestimmten Lebensphasen über ein späteres,…

Auf der Reeperbahn nachts um halb eins

Dieses Buch hat Wumms! Klasse und sehr passend, das Cover mit Daniel Schmidt in Macho-Pose. Reduziert der Titel, plakativ der Stil  – die richtige Aufmachung für das, was einen dann innen erwartet. Daniel Schmidt ist der Autor dieses Buchs (zusammen mit den Journalisten Olaf Köhne und Peter Käfferlein) und gleichzeitig seine Hauptfigur, die uns durch…

Gedanken des Hasses und der Liebe

„Freunde sind Gottes Entschuldigung für Familie“ – ein Ausspruch, der, Oscar Wilde zugeschrieben, vielen Menschen aus dem Herzen spricht. Familie, auch die Bagasch oder bugglerte Verwandschaft in meiner fränkischen Heimat genannt, kann einen wahrlich an den Rand eines Nervenzusammenbruchs bringen, ist sie doch eine Zwangsgemeinschaft, der man ganz schlecht entkommen kann. Denn auch wenn man…

Der Blick hinter fremde Wohnungstüren

Ich habe ja prinzipiell ein paar fundamentale Probleme mit Kurzgeschichten, erstens weil mir persönlich sehr oft der Raum für eine ausreichende Figuren- und Plotentwicklung zu eng ist, und zweitens, weil ich glaube, dass wenige Autoren diese Form des Schreibens richtig gut beherrschen. Eine ausgezeichnete, spannende Kurzgeschichte zu schreiben, finde ich fast herausfordernder, als einen Roman…