Since we fell

Ich kann einfach nichts dagegen tun: Fällt der Name Dennis Lehane im Zusammenhang mit einem neuen Buch, dann erliege ich unvermittelt einem starken Pawlow’schen Reflex. Ich muss es lesen. Die Einstiegsdroge war in meinem Fall seine grandios erzählte Geschichte um einen jungen Mann, der im Amerika der Prohibition einen steilen Aufstieg zum Gangster hinlegte. Seitdem…

Schwebezustände

Ein Vater verliert seinen Sohn: Willie Lincoln ist 11 Jahre alt als er stirbt. Zeitgleich mit seinem Tod wütet der Bürgerkrieg der Nord- gegen die Südstaaten Amerikas und Willies Vater steht in der Pflicht, denn er ist der amtierende Präsident der Vereinigten Staaten, die sich in der Frage der Abschaffung der Sklaverei zu spalten drohen.…

Abstieg in den Keller eines verwirrten Geistes

Puh, der Plot dieses Romans hat was von einem Roofies-Trip: wirr, nur Fetzen von Erinnerungen und Eindrücken, die sich allmählich sehr mühsam zu einem Ablauf des Geschehens zusammensetzen. Das ist auch durchaus beabsichtigt und soll den völligen Kontrollverlust der Protagonistin dokumentieren. Dieser Trip ist dramaturgisch etwas à la Hangover gestaltet, aber nicht lustig augenzwinkernd wie…

Wir sind eine helle Familie

Die elfjährige Ellen weigert sich zu sprechen. Und da sie nicht sprechen will, schreibt sie auch nicht. Logisch. Der Auslöser für die Weigerung, zu kommunizieren, ist wohl der Tod ihres Vaters, den sie befürchtet herbeigebetet zu haben. Herbeigebetet aus Angst vor ihm, ihrem Vater. Nun ist der Vater tot, aber Angst hat sie jetzt manchmal…