Von Malern und Sprache

Ein sehr literarisches Werk, das sehr ruhig, unaufgeregt und stilistisch fein formuliert wurde. Eine kleine irische Insel, auf der für einen Sommer ein französischer Sprachwissenschaftler und ein englischer Maler koexistieren müssen, obwohl sie ab Minute 1 eine große Antipathie füreinander hegen. Beide eignen sich auf unlautere Weise die Besonderheit und Einzigartigkeit dieser Menschen und der…

Leben im Hotel

Es gibt Menschen, die lange Zeit in Hotels leben. Heute ist so eine „Mietsituation“ meist eher exotisch, vor ca. hundert Jahren jedoch war solch ein Wohnarrangement – gerade für Arbeiter – nichts unbedingt außergewöhnliches. Die Zimmer eines Hotels sind möbliert, oft kann man sich auch essentechnisch dort gut versorgen. Meine Großmutter hatte, als der Zweite…

Wenn die Fassade bröckelt

Ein Haus am Meer. Tosende Wellen, der raue Atlantik vor der Tür, Strand, Sonne. Idylle pur. 74 ist Ada und seit einem Sturz schmerzt es hier und da und an manche Stellen besonders. Die Kinder sind groß und alles wäre soweit gut, doch ihr Mann Leo ist verstorben und hat eine schmerzende Lücke hinterlassen. Überall,…

Grandioser Briefroman mit modernen gesellschaftlichen Problemen

Die Göttin des Zynismus-Universums Virginie Despentes ist wieder da, wiederauferstanden mit einem brandneuen Roman, der erneut mit aktuellen gesellschaftlichen Themen glänzt und sich vor allem mit #metoo, Feminismus, toxischer Männlichkeit, Social Media, Alkohol- und Drogensucht, Entzug und dem Umgang mit der Coronapandemie beschäftigt. Als Fangirl der Trilogie um Vernon Subutex war ich schon sehr gespannt…