Das Rote und das Dicke

Anfang des Jahres stolperte ich in meiner Buchhandlung über ein niedliches Büchlein aus dem Carlsen Verlag: „My book journal – Seitenweise Glück“. Endlich mal ein Tagebuch der anderen Art – man trägt seine Bücher auf pfiffige, kurzweilige Weise ein, füllt die Fragen, die auf jeder Seite ein wenig variieren, aus und hat einen netten, knappen…

Ein weiterer Blickwinkel

Im zweiten Band von Jane Gardams Old-Filth-Trilogie um Edward Feathers, der als Raj-Waise mit fünf Jahren aus seiner gewohnten Umgebung nach England in eine Pflegefamilie gesteckt wurde, dort mehr Züchtigung als Liebe erfuhr, wegen für die Leserschaft noch ungeklärter Umstände aus der Familie heraus in ein Internat kam, das zumindest ein wenig Heimat versprach, um…

Auf der Reeperbahn nachts um halb eins

Dieses Buch hat Wumms! Klasse und sehr passend, das Cover mit Daniel Schmidt in Macho-Pose. Reduziert der Titel, plakativ der Stil  – die richtige Aufmachung für das, was einen dann innen erwartet. Daniel Schmidt ist der Autor dieses Buchs (zusammen mit den Journalisten Olaf Köhne und Peter Käfferlein) und gleichzeitig seine Hauptfigur, die uns durch…

Von der Drogenparty zum Projekt gesellschaftlicher Aufstieg

Ich habe noch nie einen so punktgenauen, fast schon untertriebenen und Bescheidenheit heuchelnden Klappentext gelesen – der Roman ist genauso wie angekündigt nicht nur ein wilder, sondern einer der schrägsten kühnsten und abgedrehtesten Ritte durch die Berliner Szene quer durch die Jahrzehnte. Die extrem überzeichneten kuriosen Figuren in ihren Subkulturen erinnern mich ein bisschen an…