Hübsch wie eh und je

Ildikó von Kürthy hat das Talent, jede Lebenssituation in passende Worte zu gießen. Seit „Mondscheintarif“ schreibt Frau von Kürthy Bücher, deren Inhalte immer mehr oder weniger genau ihre eigene aktuelle Lebensphase widerspiegeln. Natürlich schreibt sie nicht (nur) autobiografisch, aber ihre Protagonistinnen sind grundsätzlich im selben Lebensabschnitt wie sie selbst. Jetzt schreibt Ildikó von Kürthy über…

Schlaflos in Tokio

Japanische Bücher, die ihren Weg zu uns nach Deutschland finden, umgibt ja so ein ganz besonderes Flair. Oft wirken sie sehr zart, sanft, fast verträumt. Das heißt aber noch lange nicht, dass die Romane deshalb langweilig wären, im Gegenteil, tatsächlich geschehen die manchmal bahnbrechenden Veränderungen nur einfach leise im Unausgesprochenen zwischen den Zeilen … Zum…

Wahre Liebe, unverstanden

Als ich Victoria Kiellands Roman Meine Männer vom Verlag ans Herz gelegt bekam, hat mich tatsächlich die Fragestellung, der sie sich gewidmet hat, gereizt. Bis zur Lektüre selbst hatte ich allerdings erfolgreich verdrängt, weshalb ich das Buch unbedingt lesen wollte. Einmal zu Lesen begonnen allerdings, war ich in einem eigenartigen Sog gefangen, der mir in…

Aufarbeitung von Verlust

Ich schätze die Autorin seit ihrem letzten Roman Liebe/Liebe und war damals schon beindruckt, wie empathisch sie komplett furchtbare Ereignisse erzählen kann, sodass man als LeserIn völlig gefangen und involviert ist, ohne grausam, abgestoßen oder überfordert zu sein. Pelny beschrieb damals heftig und aufrüttelnd aber auch gefühlvoll und positiv wie Traumata eines Missbrauchs überwunden werden…