Tendenziöse Gedanken über Popkultur

Benjamin von Stuckrad-Barre ist ein Autor, den man entweder liebt oder nicht mag. Hassen wäre ein zu hartes Wort und es geht hier ja tatsächlich nicht um die Person Stuckrad-Barres, sondern um seine Art des Schreibens. Oder? Meine Haltung zur Popliteratur ist im allgemeinen eine eher indifferente. Ich lese zwar gerne „leichte“ Texte, wenn mir…

Templergeheimnisse

Zu Beginn des zehnten Falles, den Stadtpolizist Bruno in St. Denis klären muss, bekommt er eine junge Frau zur Seite gestellt. Sie soll ihn während seiner täglichen Arbeit begleiten, seine Arbeitsweise beobachten und daraus Verbesserungen für andere Städte und Kommunen in deren Zusammenarbeit ableiten. Im Grunde geht es um eine bessere Vernetzung aller Instanzen –…

Patrick Melrose – sowas wie ein Lesetagebuch

Jahrelang – und das ist weder gelogen noch übertrieben – bin ich um den Patrick-Melrose-Zyklus von Edward St. Aubyn herumgeschlichen. Geschlichen deshalb, weil ich, gerade seit ich Mutter bin, in Büchern oder Filmen dargestellte Gewalt oder Missbrauch an Kindern nicht ertrage. Ich weiß um die Tatsachen, ich verdränge da nichts. Aber ich möchte eher etwas…

Freiheit muss man aushalten können

In Shaker Heights funktioniert das Leben wie ein gut geschmiertes Uhrwerk. Die einzelnen Zahnräder der Gesellschaft greifen perfekt ineinander, kein einziges ruckelt – auch nicht, wenn das Rädchen nicht der absolut wohlhabenden Schicht angehört. Denn diese Schicht lebt auch heute noch nach den moralischen und ethischen Grundsätzen der Gründerväter des Ortes. Praktisch betrachtet sieht das…