Krankenhaus ohne Corona

Mitten in der Corona-Zeit ploppte der erste Roman des jungen Hamburger „Literatur Quickie Verlags“ auf den Markt – und kaum einer bemerkte das. Dabei ist dies für den Verlag, wie er auf seiner Homepage so charmant bekannt gibt, der Versuch, „erwachsen“ zu werden. Alle anderen Veröffentlichungen sind nämlich Kurzgeschichten und auch noch in einem besonders…

Reisen durch Leben und Zeiten

In der TAZ  gab es eine hervorragende, großartige, weil neugierig machende und hohe Erwartungen schürende Besprechung zu Regina Porters Debüt Roman „Die Reisenden“. So wanderte dieses Buch – das ich, des Covers wegen, eher unter Kitschroman, Lovestory geframed hätte –  in meine Wishlist und, weil die Rezension so vielversprechend klang, bald auch in mein Haus.…

Zynismus und Kommunismus

Den flämischen Autor Dimitri Verhulst kannte ich bisher noch nicht, dabei scheint er recht bekannt zu sein und erhielt etliche Preise. Stilistisch ist er eine lohnende Entdeckung. Seine Sätze sind oftmals purer Hochgenuss. „Für den normalen, das heißt echten Proleten war der Gebrauch von weißer Schminke und Make-up etwas Anstößiges, verbunden mit der überwundenen Bourgeoisie…

Ein ganzes langes Leben

Man muss doch ganz schön viel Selbstvertrauen mitbringen, wenn man sein Leben auf fast 600 Seiten niederschreibt und bei einem großen Verlag verlegt, oder? Doch wer ein wenig vertraut ist mit der Lebensgeschichte und der (Bühnen-) Persönlichkeit von Hannes Wader, der weiß, dass es so einfach nicht sein kann. In der schwäbischen Provinz geboren, hatte…