Magie

Magische Welten besuche ich gerne, wenn sie denn meinen Ansprüchen genügen können. Nichts gegen ein wenig vergnüglichen Trash, aber gute Abenteuer müssen, um unterhalten zu können, auch qualitativ hochwertig erzählt, ausgestaltet und gerne auch für Erwachsene konzipiert sein. Detailreichtum und andere Perspektiven sind ebenfalls willkommen. Auf den Autor Benedict Jacka bin ich in meinem liebsten Buchladen in Tübingen, dem Fantasy Empire gestossen. Das spricht schon mal für Qualität, und Mr. Jacka hat sich bestens bewährt.

Der erste Band der Reihe um den Magier Alex Verus, „Das Labyrinth von London“ stellt die in die Zukunft sehende Hauptfigur vor, eben jenen unabhängigen Magier Alex Verus. Seine Sidekicks, – wie seine Zauberlehrlingin Luna, die einen sehr interessanten Glücksfluch am Hals hat –  und das sich entwickelnde Abenteuer das Alex zu bestehen hat zieht, nach bester magischer Tradition in Bann. Im zweiten Band „Das Ritual von London“ der bisher neunbändigen  Reihe, bis auf die ersten beiden nur auf Englisch erschienen, der dritte folgt noch, beginnt genauso unvermittelt wieder ein neues Abenteuer in dieser Subwelt des in London angesiedelten Urban Fantasy. Wie im ersten Buch ist man als Leser sofort in diese magische Welt eingetaucht. Der Autor versteht es, die Leser*innen von seinem seinem aus der Ich- Perspektive erzählenden Protagonisten mitnehmen zu lassen. Dabei ist Jackas magischer Held eher ein spießig tragischer, hat er doch eine dunkle Vergangenheit überwunden, wird aber zwischen den Fronten der weißen und schwarzen Magierverbände, die wie ein Kastensystem aufgebaut sind, immer wieder in unfreiwillige Abenteuer verwickelt, denen er nicht entfliehen kann. Dabei möchte er nur in Frieden seinen Zauberladen betreiben und mit der mal mehr mal minder magiebegabten Mischpoke und deren Machtgeklüngel nichts zu tun haben. Wer unangenehme Nachbarn, hat weiß wie es weitergeht, man kommt um des lieben Friedens willen um die Konfrontation nicht herum. Klassisch entwickelt der Autor seine Figuren im zweiten Teil weiter und wieder ist es ein kämpferisch rasantes Vergnügen, Alex Verus in seine Welt zu begleiten. Jacka schreibt nicht ganz so humorvoll, dafür wartet er mit einem praktischen, handfesten Helden auf, der seine zukünftigen Optionen gut auszuspielen versteht. Die Freunde der *krachbummkrawumm* Fraktion kommen ebenfalls auf ihre Kosten und die Action sowie das Ambiente sind stimmig. Der zweite Band der Reihe hat gehalten, was sein Vorgänger versprach und bei Alex Verus Abenteuer No. 3 bin ich sicher auch dabei. Clevere spannungsreiche und gut ausgestattete Urban Fantasy, Harry Potter ohne Internat, Dumbledore ist eine Riesenspinne –  und all das für bereits verwöhnte Fantasy-Leser. Gute Unterhaltung, stilistisch verträglich und abseits von Kitsch und Schmus.

Das nächste Abenteuer erscheint im Herbst auf Deutsch und wird „Der Magier von London“ heißen.

Das Ritual von London ist im April 2019 als Taschenbuch bei Blanvalet erschienen. Weitere Informationen bei Klick auf das Cover oder auf der Verlagsseite.

2 Gedanken zu “Magie

  1. Pingback: Der Magier von London – rasanter magischer Zaubererpolitthriller Teil 3 | Feiner reiner Buchstoff

  2. Pingback: [Rezension] Benedict Jacka – Das Ritual von London (2) – Buchperlenblog

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