Schillernd, leuchtend, matt glänzend

Irland, 1950. Frances Howe ist elf Jahre alt und wird von einem Tag auf den anderen durch einen etwas mysteriösen Unfall zur Waise. Bis zu diesem Schicksalsschlag fühlte sie sich von ihren Eltern geliebt und umsorgt. Der Tag des Unfalls war für Frances eigentlich ein sehr schöner, hatte sie sich doch bei einer Geburtstagsparty endlich…

Happy-go-lucky*

Die erste Bekanntschaft die ich mit dem Autor David Sedaris machen durfte war „Nackt“. Ein sehr lustiges Buch, wenig verwunderlich, wenn man sich seine zahlreichen Auszeichnungen anschaut und seine noch zahlreicheren Grammy Award Nominierungen (Kategorie: Best Spoken Word Album). Der Mann hat Humor, den man mögen kann oder auch nicht. Den Witz über den Polizisten,…

Flüchtige Umarmungen, Begehren, Identität und Suche

Das Buch von Daniel Mendelsohn, dass mich völlig von den Socken gerissen hat war „Eine Odyssee“. Ein Familienmemoir mit homerschen Interpretationen und Hintergrund und diese unnachahmlichen wunderbare Erzählsprache. Eine Geschichte, eine sehr persönliche zum Wiederschwelgen. Großartig erzählt, stilistisch interessant und herzergreifend. Natürlich habe ich mit „Flüchtige Umarmung“ auf eine ebenso starke literarische Reise gehofft. Leider…

Holly Golightlys Partyfreunde

Patrick deWitt ist eine leichte, nicht unbedingt sehr anspruchsvolle, aber extrem unterhaltsame, gute Geschichte gelungen, die mich in ihrer überspannten Darstellung der Protagonisten der Upperclass, die nur einen Wimpernschlag vom totalen Bankrott entfernt stehen, und in der intensiv zelebrierten fatalistisch betont sorglosen Stimmung frappant an Truman Capotes Frühstück bei Tiffany erinnert. Obwohl das Ambiente an…