Seepferdchenfeminismus: spiegelverkehrt, bitterböse und urkomisch

Wenn eine Autorin einen feministischen Roman schreiben will, kann sie anklagend oder einfühlsam eine furchtbare Geschichte über Leid und Unterdrückung durch das Patriachat schreiben, oder sie kann einfach auf extrem witzige Weise den Spieß umdrehen und die Groteske der schon komplett von der Gesellschaft verinnerlichten männlichen Privilegien abmontieren, so dass sie erstmals humorvoll entlarvt und…

Der Orkfresser

Magische Realität und Humor, der Orkfresser hat beides. Exakt das habe ich mir nach Ansicht des Covers und des Klappentextes versprochen. Subtilität hingegen ist wenig zu finden. Hier wird Tacheles erzählt, straight und fluffig wird der Leser in die wunderbare Welt des Aaron Tristen entführt, erfolgreicher Bestsellerautor von hanebüchenem Fantasy Schund, der nach Höherem strebt…

Thomas Bernhards Erbe

Dieses beachtliche Romandebüt des jungen Autors Mulitzer strotzt bereits zu Beginn vor innovativen Ideen, einem wundervoll gewobenen Netz zwischen Fiktion und realen Ereignissen und dient als Hommage an den alten misanthropischen Meister der österreichischen Literatur. Die Hauptfigur, ein junger Schriftsteller und Uni-Assistent wandelt und recherchiert auf den Spuren von Thomas Bernhards Erstlingsroman FROST, in dem…

Das Leben in Zeiten fallender Kurse und alternder Literaturpäpste

Das ist so ein Roman, der vordergründig durch die Geschichte völlig unprätentiös daherkommt, die ohne Schnörkel ganz alltäglich und leise beginnt….. Die Schicksale dreier Menschen, die unter normalen Umständen nie persönlich etwas miteinander zu tun hätten, ein alternder berühmter amerikanischer Autor mit Schreibblockade, seine deutsche Übersetzerin und ein deutscher Börsenmakler, der in Chicago arbeitet, werden…