Die Mauer

John Lanchester ist für mich schon längst ein Garant für Qualität und intelligente Unterhaltung. Sowohl im Genre Sachbuch als  auch mit seinem opulenten, großartigen Roman „Kapital“. „Die Mauer“ in der er sich mit der aktuellen politischen Lage speziell in Großbritannien befasst und den Brexit konsequent weiterdenkt hat allerdings, zumindest für mich, ein kleines Imageproblem.

Die Hölle auf Erden

Eingepfercht wie Tiere hocken die vier Leidensgenossen im Istanbuler Gefängnis. Sie sind die Insassen einer der vielen Zellen, die sich aneinanderreihen wie Perlen an einer Kette. Schräg gegenüber sind ebenfalls Zellen. Menschenverachtend, zu klein, dreckig, ohne Betten, ohne WC, ohne Wasser, ohne Brot. Wenn die Tür aufgeht, heißt das entweder, dass noch jemand in dieses…