Digitalisierungsopfer

Bedauerlicherweise kann ich die Begeisterung für diesen Roman überhaupt nicht nachvollziehen, ich sollte mich prinzipiell hüten, zuzugreifen, wenn ein Werk als sehr poetisch angepriesen wird, denn ich bin offensichtlich zu sehr literarische Realistin, als dass ich mit der Poesie dieser Geschichte etwas anzufangen weiß. Insofern sind im Folgenden bitte auch alle meine Aussagen in der…

A patschertes* Leben: Tod, Krankheit, Menschenfeindlichkeit, Sehnsucht

Hat mir der Roman gefallen? Naja bedingt schon, aber begeistert hat er mich nicht, das liegt aber auch vielleicht daran, dass ich erstens Österreicherin bin und schon sehr viele österreichischen Schriftsteller gelesen habe. Mir ist der leidenschaftliche Umgang mit dem Tod, der morbide Lebens-, beziehungsweise literarische Schreibstil und die prinzipielle Misanthropie überhaupt nicht fremd. Ich…

Gier – oder das Land der Freien

Eine ganze lange Nacht über versucht Lynette, den Plan, den sie seit drei Jahren verfolgt und mit dem sie nicht nur sich selbst, sondern auch ihrem entwicklungsgestörten Bruder und ihrer Mutter ein Zuhause sichern möchte, zu retten. Drei Jahre lang hat sie gearbeitet bis zum Umfallen – welche persönlichen Grenzen sie in der Ausführung ihrer…

Das Schweigen brechen

Mathis und Théo sind beste Freunde und haben ein Geheimnis: In einem Versteck in ihrer Schule trinken sie ab und zu und immer öfter Alkohol. Kein Bier, keine Alkopops, sondern Hochprozentiges. Aus Neugierde und als „Spiel“ begonnen, entwickelt sich das Trinken mit beängstigender Ernsthafttigkeit zu einer Bedrohung ihrer Gesundheit.

Zu tief im Loch der Depression versunken

Wahrscheinlich bin ich die falsche Zielgruppe für diesen Roman, ich kann zwar sehr gut Empathie für überforderte Mütter entwickeln, aber wenn eine Frau fast zwei Jahre nur lamentiert und jammert, ohne zu bemerken, dass etwas mit ihr nicht stimmt, und nicht zu einem Psychologen geht, dann ist mir zwar bewusst, dass so ein Umstand durchaus…