„Einhörner, die auf einem Friedhof aufstampfen.“

Selten fand ich ein Buch derart grandios und zugleich war mir der Ich-Erzähler so, ungreifbar, unsympathisch. Ich forsche noch immer woran das liegt. Ocean Vuongs Roman Debüt ist stilistisch großartig. Poetisch, mitreissend, fast schon vereinnahmend erzählt und erweitert das USA Bild nicht nur um die Erfahrungen vietnamesischer Einwanderer und Kriegsflüchtlingen, die ihre Geschichte immer bei…

Orientalische Tage und Nächte

Marwand ist 12 Jahre alt und lebt mit seiner Familie in Amerika, doch seine Wurzeln liegen in Afghanistan. Für einen langen Sommer kehren seine Eltern mit ihm und seinen Geschwistern 2005 zurück in die alte Heimat. Aber ist es das noch? Heimat? Marwand hat sprachliche Schwierigkeiten, er spricht besser Englisch als Paschto, sein Farsi ist,…

Den Menschen und King Kong

James Mc Brides Roman „Das verrückte Tagebuch des Henry Shackleford“ liegt immer noch angelesen im „Regal der Verdammten Bücher“ und wartet darauf gelesen zu werden. Stilistisch konnte ich mich partout nicht damit anfreunden. Deshalb war ich schockiert, dass ausgerechnet der liebevoll ausgewählte Roman „Der heilige King Kong“ ebenfalls von diesem Autor ist. Gepennt bei der…

The philosopher’s story

John Kaags Werk „Das Bücherhaus“ ist untertitelt mit „Eine philosophische Liebesgeschichte“. Dieser Untertitel hat mich verleitet, dieses Buch sofort zu bestellen, um es zu rezensieren. Bereits nach den ersten Seiten jedoch merkte ich (und mein Gefühl trügt mich selten), dass diese Liebesgeschichte eine sehr einseitige bleiben würde, jedenfalls zwischen dem Buch und mir, denn ich…