Alleinruhelage

Ein Leben wird erzählt dicht und tiefblickend, liebevoll, kritisch mit charmant subtilem Humor und bereits bewältigter Trauer. Mit „Quasikristalle“ hat mich Eva Menasse bereits bezaubert. Eine grandiose Beobachterin, die das Erlebte in fast schon poetische, immer punktgenaue Sprache gießt. „Haus ich verkaufe dich.“, so beginnt dieser Roman der namenlosen Ich-Erzählerin und während sie über ihr…

Ein Zukunftsrückblick aus dem Jahre 2000

Dystopien sprudeln aus dem Büchermarkt, der Blick nach vorne ist zurzeit sehr negativ behaftet. Doch das war nicht immer so. Im 19. Jahrhundert herrschte, im Hinblick auf die Zukunft,  eine geradezu euphorische Stimmung. Die Industrialisierung war schon weit fortgeschritten, der Glaube an die Technik ungebrochen. Die aufkommenden ökologischen Probleme wurden zwar wahrgenommen, aber noch größtenteils…

Überleben allein ist unzureichend

Dystopien sind meist eine düstere Sache. In den dargestellten Endzeitszenarien, sterben erst die Menschen, dann die Hoffnung. Kriege, Hungersnöte, Misstrauen und Überlebenskämpfe prägen die untergegangene Welt. Dunkelheit und Hunger müssen bekämpft werden, die Überlebenden Menschen verfallen in Barbarei, die Kultur versinkt, die Errungenschaften der Zivilisation werden vergessen. Dass es nicht unbedingt so sein muss, zeigt uns…