Exzessives Liebesleid

Ehrlich gesagt, konnte ich mit den Protagonisten im Roman reichlich wenig anfangen, was aber nicht unbedingt an der Qualität der Erzählweise und der Figurenkonzeption der Autorin liegt, sondern eher am Umstand, dass ich mich in einem Lebensabschnitt befinde, in dem mich solche Lebensbiografien einfach nicht ansprechen, beziehungsweise eher langweilen. Irgendwie stellt sich die Geschichte als…

Wahlverwandtschaften, Sterben und Humor

Ahh, das habe ich jetzt gebraucht, sagte Roger Rabbit erleichtert in seinem Zeichentrickfilm, und genau so ein Gefühl hatte ich beim Lesen dieses Romans. Es ist ein richtiges Wohlfühlbuch, das mich nach all den politischen Katastrophenmeldungen der letzten Wochen und den Nachwirkungen meiner Coronaerkrankung mit seinem Humor und grenzenlosem Optimismus wieder aufgerichtet hat. In der…

Makes me wanna travel

Fernweh – ein Gefühl, das ich mir in den kalten und viruslastigen Monaten der Pandemiezeit grundsätzlich versage. Man wird sonst ja doch schwermütig. Aber manchmal passiert es eben, dass es einen trotzdem überkommt, wenn man ein Buch liest, in dem andere Länder beschrieben werden und das dann auch noch auf eine derart anschauliche, fast schon…

Unzählige leere Kilometer

Leider bin ich sehr enttäuscht vom neuen Roman des Moritz Rinke, dessen Geschichten ich bisher eigentlich sehr genossen habe. Der längste Tag im Leben des Pedro Fernández Garcia ist leider nicht nur sehr lang wie im Titel bereits angekündigt, sondern weist auch noch die langatmigste Handlung auf, die ich seit Jahren gelesen habe. Als ich…

Kunst, Emanzipation, Affäre und eine Antiheldin

Dieser Roman hat mich von der Figurenentwicklung her sehr verblüfft und mir ausnehmend gut gefallen, wenngleich ich zugeben muss, dass die Überraschung dahingehend geartet ist, dass sich die Protagonistin von Seite zu Seite mehr als ein absolut widerlicher Mensch entpuppt. Wer also mit weiblichen, total unsympathischen Antiheldinnen ein Problem hat und auch den Umstand schwer…