Die unangepassten Damen

Paris, Ende des 19. Jahrhunderts. Nicht alle, die hochwohlgeboren sind, haben ein so sorgloses Leben, wie man meinen könnte. Nicht alle dieser Gesellschaftsschicht genießen die finanziellen Freiheiten und den Luxus, die hier vorhanden sind. Warum? Weil sie Frauen sind. Unangepasste Frauen. Frauen mit einem eigenen Kopf. Querdenkerinnen, Esoterikerinnen, spirituell angehauchte Damen. Es lebt sich als…

Realität tut weh

Was passiert mit einem, wenn die Basis für den Alltag, das Konstrukt, der Überbau, alles, was sinngebend war, auf einen Schlag wie hinter einem Schleier verschwindet, weil die Person, die das Zentrum dieses Mikrokosmos darstellte, einfach geht? Diese bittere Erfahrung muss die weibliche Hauptfigur Diane in diesem Roman machen. Was wir hier lesen, ist ihr…

Ausstieg aus der Todesspirale: Fressen – Hungern – Sporteln – Kotzen – Fressen

Als 37-jährige Frau zieht Anna beim Ausräumen und Sortieren ihrer Tagebücher Resümee über ihr bisheriges Leben, und die Autorin erzählt der Leserschaft extrem anschaulich, wie die Protagonistin nach und nach in ihre Bulimie geschlittert ist. Dabei hat Barbara Rieger die Gratwanderung geschafft, einen extrem harten – kein Wunder, das Bulimie Thema ist immer sehr hart…

Peggy Guggenheim und die Künstlermischpoche in Venedig

Dieser Roman hatte schon von den Ausgangsvoraussetzungen her alles, was mich brennend interessiert. Die verschlafene alte Dame Venedig mit ihren malerischen Wasserstraßen in den 1920er-Jahren, der allmähliche Aufstieg der Stadt zur Künstler- und Tourismushochburg, Peggy Guggenheim und der Rest, der durch die europäischen Städte marodierenden Künstlermeute in the city of Venice verknüpft mit einer spannenden…