Geteilte, vielfältige Identität

Mona Ameziane hat als halbe Deutsche und halbe Marokkanerin ein sehr persönliches und unaufgeregtes Buch über ihre geteilte Identität, beziehungsweise ihr Leben zwischen den Welten geschrieben. Inhaltlich und von der Tonalität her erinnert die Erzählung an Saša Stanišićs Herkunft, die Autorin erwähnt das Buch sogar. Wortmalerisch und mit den Sprachspielereien kommt es natürlich bei weiten…

Aktueller Feminismus als unterhaltsames, kluges Kammerspiel

Passend zum Weltfrauentag begann ich den neuen Roman von Gertraud Klemm, und ich war sehr angetan, wenn auch nicht ganz so begeistert wie von Hippocampus. Die Autorin erfand ein perfektes Setting für ihre Auseinandersetzung mit den aktuellen Problemen des Feminismus. Fünf Frauen unterschiedlichen Alters, unterschiedlichen Charakters, unterschiedlicher sozialer Herkunft und unterschiedlicher feministischer Schule, beziehungsweise mit…

Tragikkomisch vom unbeirrbaren Mädchen bis zur alten Frau

Das ist nun schon der dritte Roman mit ähnlichem Setting (Coming-of-Age-Story, Schauplatz Österreich, ländlicher Raum, dysfunktionale Familie und Beziehung zu Großeltern), den ich dieses Jahr, also seit Jänner gelesen habe und ich muss sagen, Offene Gewässer ist meiner Meinung nach bei weitem der beste bisher. Hatte sich Lisa Eckart mit ihrer Omama in der Sprache…