Aufarbeitung von Verlust

Ich schätze die Autorin seit ihrem letzten Roman Liebe/Liebe und war damals schon beindruckt, wie empathisch sie komplett furchtbare Ereignisse erzählen kann, sodass man als LeserIn völlig gefangen und involviert ist, ohne grausam, abgestoßen oder überfordert zu sein. Pelny beschrieb damals heftig und aufrüttelnd aber auch gefühlvoll und positiv wie Traumata eines Missbrauchs überwunden werden…

Alles hängt zusammen. Alles

Boston, September 1974. Eben erst wurde ein Gesetz erlassen, dass die Rassentrennung an Schulen über das sogenannte „busing“ aufheben soll. Schwarze Schüler sollen mit Bussen an Schulen in weißen Vierteln gefahren werden und umgekehrt. In Southie, im Bostoner Süden, dort wo die legendäre Bostoner Teaparty stattfand, leben vorwiegend Familien mit irischen Wurzeln. Das Viertel sieht…

Hundertlagig genähte, viel zu große Alterspatchworkdecke in Regenbogenfarben

Dass dieser Roman episch breit wird, ist auf den ersten Blick erkennbar, denn mit dem Buch kann man Leute erschlagen. Nicht erwartbar war aber, dass hier nicht vordergründig Irvings Erzähltalent eskaliert, sondern schöde Redundanzen Programm sind. Diese existieren nicht nur einmal im Plot, sondern mindestens dreißig noch dazu schlechte Szenen werden zwanzigmal während der Geschichte…