Zerschnipselte Familienbiografie

Ehrlich gesagt, kann ich die Begeisterung über dieses Debüt so gar nicht nachvollziehen. Gemäß einer anscheinend derzeit grassierenden Modeerscheinung in der anspruchsvollen Literatur muss der Plot immer total zerhäckselt und die Szenenwechsel quer durch Zeiten und Locations im Stakkato eingeworfen werden, sodass man sich nicht mehr auskennt, welche Figur überhaupt wer ist und von den…

Flüchtige Umarmungen, Begehren, Identität und Suche

Das Buch von Daniel Mendelsohn, dass mich völlig von den Socken gerissen hat war „Eine Odyssee“. Ein Familienmemoir mit homerschen Interpretationen und Hintergrund und diese unnachahmlichen wunderbare Erzählsprache. Eine Geschichte, eine sehr persönliche zum Wiederschwelgen. Großartig erzählt, stilistisch interessant und herzergreifend. Natürlich habe ich mit „Flüchtige Umarmung“ auf eine ebenso starke literarische Reise gehofft. Leider…