Eine heilsame Reise in die Vergangenheit

Der aktuelle Roman „Die Unschuldigen“ des neufundländischen Autors Michael Crummey ist ein Lehrstück für mehr Demut, echte Dankbarkeit und relevante Genügsamkeit für all diejenigen Miesmacher unserer Zeit, die wohl immerzu geflissentlich übersehen, in welch einem Wohlstand wir heutzutage leben. Ja selbst wenn man als gesellschaftliches Rücklicht vor sich hin vegetiert. Sofern man sich eben darauf…

Familienscherbenhaufen

Mit diesem für den Deutschen Buchpreis 2020 nominierten Roman konnte ich ehrlich gesagt viel zu wenig anfangen, da ich mit dem stilistischen Aufbau des Plots nicht zurechtgekommen bin. Die Handlung ist fragmentarisch, wie mit dem Häcksler zerhackt. Ganz kurze, im Stakkato auftretende Szenenwechsel, manchmal nur von einer halben Seite, machen die gesamte Geschichte schwer rezipierbar.…

Justizia und Asyl

In diesem Roman wird uns die Innensicht der Protagonistin, einer Asylrichterin in Österreich, sehr gut beschrieben. Gabriele ist extrem analytisch, sie wägt die meisten Entscheidungen ihres Lebens, die beruflichen, großen, für Flüchtende lebensverändernden ihm Rahmen ihrer Tätigkeit genauso, wie die kleinen, persönlichen mit sehr vielen Argumenten inklusive Für und Wider ab. Dies gibt der Leserschaft…