Allein beim Klang des Titels denkt man unwillkürlich an Weihnachten, doch es handelt sich hierbei gar nicht um das Fest aller Feste im Dezember, sondern um einen Geburtstag im September. Merkt man natürlich auch beim Blick aufs Cover, das so gar nicht weihnachtlich daherkommt. Und zwar handelt es sich um den 50. Geburtstag eines Mannes, der so gar keine Lust hat, dieses Fest zu feiern.
Das tut er auch lange im Voraus zu allen Seiten hin kund. Doch er hat seine Rechnung ohne seine älteste, beste Freundin Ellen gemacht. Die lässt sich nämlich von so was nicht beeindrucken. Wenn sie beschließt, dass gefeiert wird, wird gefeiert. Gleich zu Beginn beschreibt sie sich sehr treffend: „Doch ich war diejenige, die andere zu ihrem Glück zwang, und so eine ließ man nicht draußen stehen. „
Also lässt sie die Korken knallen und zieht ihr Programm für den heißen, schwülen Septembertag durch …
Keine 140 Seiten dick, aber eine schöne, manchmal melancholische, immer positive Geschichte, die nachdenklich macht und einen dazu bringt, sich selbst zu fragen, ob man auch brav immer noch auf der aktiven Seite des Lebens ist oder ob sich nicht womöglich hie und da die Lethargie breitgemacht hat, die es dann zu vertreiben gilt …
Ein schönes, schnell lesbares Buch für Männer und Frauen und für mich ein überraschend anderes Thema von Lucy Fricke, die ich bislang nur von ihrem grandiosen Roman „Die Diplomatin“ kenne, der natürlich auch hier bei uns besprochen und der auch bereits verfilmt wurde.
Das Buch „Das Fest“ von Lucy Fricke ist 2024 als Hardcover bei Ullstein erschienen. Zu mehr Infos zum Buch kommt Ihr per Doppelklick auf das im Beitrag abgebildete Cover oder über Doppelklick auf die (verlinkten) Verlagsnamen.


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