Fionrirs nächstes Abenteuer

fio2_front_thumbDie Reise des sympathischen Drachen Fionrir geht weiter. Schon der erste Teil (hier) zeugt von einer überbordenden sprachgewaltigen, aber jugendfreundlichen Phantasie. Der zweite Teil knüpft nahtlos an die erste Geschichte an.

Auch wenn ich den ersten Teil vor knapp einem Jahr las, waren mir die Figuren doch sofort wieder präsent. Die sehr liebevolle und detailfreudige Art des Autors rief mir die Welt, in der Fionrir lebt, schon nach den ersten Sätzen wieder lebendig in Erinnerung. In den ersten Kapiteln wird das Umfeld Fionrirs und der Prinzessin Quirina mit farbigen Worten ausgeschmückt.

Das Schloss der Prinzessin oder die Höhlen der Drachen nahmen durch die bunte Beschreibung Gestalt an.

Dadurch wird es dem Leser auch leicht gemacht, neue Figuren im sagenhaften Universum Fionrirs kennenzulernen. Drachen müssen nicht unbedingt fliegen können, sondern haben auch andere Eigenschaften. Fiornris Cousine Lida ist ein Erddrache und so müssen beide den etwas beschwerlicheren Weg über Land nehmen. Gleichzeitig herrscht helle Aufregung im Schloss der Prinzessin Quirina. Die im ersten Teil gefangenen Nordmänner sind ausgebrochen, anscheinend hatten sie Hilfe aus dem Schloss. Durch eine geschickte Täuschung der Ausbrechenden sind die Ritter des Königs auf der falschen Fährte. Nur Quirina weiß etwas und macht sich auf den gefährlichen Weg. Was sie nicht weiß: Fiornrirs Weg mit Lida kreuzt den Fluchtweg der Drachenjäger und diese haben noch eine alte Rechnung mit den Drachen offen. Doch auch so manche Weggefährten entpuppen sich nicht als das, was sie vorgeben.

Andreas Arnold erzählt sehr kindgerecht, aber auch als Erwachsener haben mich solche Absätze eingefangen:

„Wie zwei Heere stießen sie aufeinander, jene, die die Stadt erobern zu trachten schienen, und jene, die so wirkten, als wollten sie das Schlachtfeld vom Innern der Mauern fern halten und vor die Tore der Stadt tragen. Doch statt Schwert auf Axt und Speer auf Schild trafen Heimweh auf Vermissen, Sehnsucht auf Einsamkeit und leere Hände aufeinander, die sich miteinander füllten und vereinten. Zurückgekehrte warfen ihre Schilde und Speere zu Boden und dafür ihre Kinder vor Wiedersehensfreude in die Luft, die sich jauchzend wieder fangen ließen.“

Der Autor erzählt auch hier wieder mit viele Liebe zum Detail und blumenreicher Sprache eine Geschichte für Kinder ab acht Jahren. Besonders hervorzuheben ist die einfühlsame und gewaltfreie Erzählweise. Als Erwachsener wurde mir die Geschichte nie langweilig und die Seiten flogen wie im Nu vorbei! Eine klare Kaufempfehlung.

Fionris Reise von Andreas Arnold ist 2018 im Reimheim-Verlag als Taschenbuch erschienen. Nähere Infos zum Buch über einen Klick auf das Cover im Beitrag oder auf der Verlagsseite.

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