Death Valley

„Ich ärgere mich und ärgere mich, dass ich mich ärgere.“ Dieser Satz auf der Buchrückseite und das Versprechen auf einen Roadtrip der besonderen Art durch die „neuen“ USA, zum Death Valley und Steven Uhlys Roman durfte mit nach Hause. Ich hatte schon die Befürchtung die „echte“ Literatur wäre für mich verloren, doch es ist nicht…

Süffiger, suchterzeugender Parforceritt für LiebhaberInnen abgefahrener Komik

Penny Rush ist in ihren Dreissigern und vom Leben böse gebeutelt. Statt zu verbittern ist sie hilfsbereit und menschenfreundlich. Den Schmerz über ihre Scheidung wandelt sie um, versucht zu verdrängen und ist, letzlich auch dankbar dafür Sherman, den Ex, los zu sein. Mit sehr wenig Gepäck und ebensowenig Geld reist sie nach Santa Barbara, so…

Schräge, urkomische Odyssee durch die Wiener Kunstszene

Bistdudeppat was für eine wahnwitzige komplett abgedrehte Geschichte mit Unwahrscheinlichkeitsantrieb, genauso, wie ich es mag. Caspar Orlando Tuppy, (was für eine Figur, sein Namensvetter war mal österreichischer Wissenschaftsminister), ein alternder Künstler aus Wiesbaden stolpert durch das tiefe, einen morbiden Sog entwickelnde, völlig verrückte Wien. Unser Protagonist ist schon eine besondere Type, eitler Intellektueller, alter weißer…

Seepferdchenfeminismus: spiegelverkehrt, bitterböse und urkomisch

Wenn eine Autorin einen feministischen Roman schreiben will, kann sie anklagend oder einfühlsam eine furchtbare Geschichte über Leid und Unterdrückung durch das Patriachat schreiben, oder sie kann einfach auf extrem witzige Weise den Spieß umdrehen und die Groteske der schon komplett von der Gesellschaft verinnerlichten männlichen Privilegien abmontieren, so dass sie erstmals humorvoll entlarvt und…