Ein leerer Platz

Ein Raum, vier Stühle, drei Menschen, zwei davon getrennt, aber noch irgendwie in einer Partnerschaft, die dritte Person als Vermittlerin dazwischen und das vor allem für den letzten, den leeren, den außergewöhnlichen Sessel. Denn dieser leere, nicht zu den anderen Sitzgelegenheiten passende Sessel symbolisiert offensichtlich etwas. Was genau, das müssen Charlotte und Steve miteinander herausfinden…

Realität tut weh

Was passiert mit einem, wenn die Basis für den Alltag, das Konstrukt, der Überbau, alles, was sinngebend war, auf einen Schlag wie hinter einem Schleier verschwindet, weil die Person, die das Zentrum dieses Mikrokosmos darstellte, einfach geht? Diese bittere Erfahrung muss die weibliche Hauptfigur Diane in diesem Roman machen. Was wir hier lesen, ist ihr…

Die clevere Alternative

Daniel Glattauer kannte ich bislang nur durch „Gut gegen Nordwind“ – und davon, leider, bislang auch nur den Film. In der Hamburger Bücherhalle fiel mir nun das schmale knallrote Bändchen „Die Wunderübung“ von ihm in die Hände und ich nahm es interessehalber mit. Überlesen hatte ich den Zusatz „{Eine Komödie}“ und so war ich doch…

Amüsante Ehetherapie in Babyschritten

Mit dieser sehr dialoglastigen Geschichte, die schon fast ein Theaterstück darstellt, habe ich zwar wieder einmal etwas völlig anderes bekommen, als ich bei der Bestellung vermutet hätte, aber diesmal hat die unerwartete alternative Ausführung sogar mehr Charme als meine ursprünglichen Vorstellungen. Das Paartherapie-Drama hat mir sehr gut gefallen, wenngleich ich, so wie immer, Probleme mit…

Ein weiterer Blickwinkel

Im zweiten Band von Jane Gardams Old-Filth-Trilogie um Edward Feathers, der als Raj-Waise mit fünf Jahren aus seiner gewohnten Umgebung nach England in eine Pflegefamilie gesteckt wurde, dort mehr Züchtigung als Liebe erfuhr, wegen für die Leserschaft noch ungeklärter Umstände aus der Familie heraus in ein Internat kam, das zumindest ein wenig Heimat versprach, um…