Kunst, Emanzipation, Affäre und eine Antiheldin

Dieser Roman hat mich von der Figurenentwicklung her sehr verblüfft und mir ausnehmend gut gefallen, wenngleich ich zugeben muss, dass die Überraschung dahingehend geartet ist, dass sich die Protagonistin von Seite zu Seite mehr als ein absolut widerlicher Mensch entpuppt. Wer also mit weiblichen, total unsympathischen Antiheldinnen ein Problem hat und auch den Umstand schwer…

Der kleine Hausdespot kriegt die Kurve

Heuer habe ich mir zufällig sehr viele Bücher mit traditionellen Männerfiguren ausgesucht, und ich muss sagen, dieser Roman hat mir gut gefallen, vor allem weil der Protagonist sich im Laufe der Geschichte als vielschichtiger erweist, als ich erwartet habe. Barbara und Walter Schmidt führen eine sehr eingefahrene Ehe mit extrem traditionellen Rollenmustern, in denen der…

Ein leerer Platz

Ein Raum, vier Stühle, drei Menschen, zwei davon getrennt, aber noch irgendwie in einer Partnerschaft, die dritte Person als Vermittlerin dazwischen und das vor allem für den letzten, den leeren, den außergewöhnlichen Sessel. Denn dieser leere, nicht zu den anderen Sitzgelegenheiten passende Sessel symbolisiert offensichtlich etwas. Was genau, das müssen Charlotte und Steve miteinander herausfinden…

Realität tut weh

Was passiert mit einem, wenn die Basis für den Alltag, das Konstrukt, der Überbau, alles, was sinngebend war, auf einen Schlag wie hinter einem Schleier verschwindet, weil die Person, die das Zentrum dieses Mikrokosmos darstellte, einfach geht? Diese bittere Erfahrung muss die weibliche Hauptfigur Diane in diesem Roman machen. Was wir hier lesen, ist ihr…