Underdogs

Wer mich kennt, also etwas näher als über diesen Blog oder sonstige sozialen Netzwerke, weiß erstens, dass ich in Nürnberg geboren wurde, zweitens in einer unglaublich Fußball affinen Familie aufwuchs, drittens mein Vater das Glück hatte, einen Glubberer*  der 1968er goldenen Generation-Mannschaft, die dann leider ja auch gleich 1969 von der ersten in die zweite…

Aufrichtig geliebt

„Die Stille dauerte eine Ewigkeit, dann legten die Musiker los und meine Eltern begannen, sich langsam umeinander herum zu drehen, sie hielten die Köpfe leicht geneigt und schauten sich tief in die Augen, als suchten sie sich, als zähmten sie sich. Ich fand es schön, und es machte mir Angst. Dann gebann die große rot-schwarze Frau zu singen, die Gitarren nahmen Tempo auf, die Becken vibrierten, die Kastagnetten klapperten, mein Kopf drehte sich, meine Eltern flogen. Sie flogen, meine Eltern sie flogen umeinander, sie flogen, die Füße am Boden, den Kopf in der Luft, wirklich, sie flogen und wenn sie landeten, hoben sie gleich wieder ab, wie zwei ungeduldige Wirbelwinde, nur um aufs Neue zu fliegen, voller Leidenschaft und entfesselt im glühenden Tanz. Nie zuvor hatte ich sie so tanzen sehen, es war wie ein erster Tanz und auch wie ein letzter. Ein Tanz wie ein Gebet, Anfang und Ende in einem.“

Als Addie Moore bei Louis Waters klingelte

Addie Moore und Louis leben nicht weit voneinander entfernt in der Kleinstadt Holt, Michigan. Sie kennen sich, wie man sich als Nachbarn eben so kennt. Tatsächlich miteinander zu tun haben sie allerdings nicht. Louis verstorbene Frau Diane stand Addie allerdings schon näher, von Freundschaft zu sprechen, wäre aber auch hier zu viel des Guten. Mittlerweile…

Islands Mystik

„Leben, ich wollte es für mich selbst. Man muss um seiner selbst willen leben, um anderen etwas geben zu können. Von daher kommt die Kraft, aus dem Verlangen nach dem Leben. Aber ich wusste auch, das ich alles aufwühlen und verarbeiten musste. Das gilt für ganze Völker genauso wie für den Einzelnen. Wer seine Vergangenheit nicht kennt oder sie verleugnet, wird in der Zukunft sich selbst verlieren. Wer weiterkommen will, muss manchmal erst zurückgehen.“