Lost in Nahost

Die Autorin hat eine zu Beginn sehr beeindruckende Geschichte kreiert, die mich bedauerlicherweise durch dramaturgische Schnitzer und daraus folgender mangelnder Figurentiefe ab der Mitte auf dem Weg durch Länder und Zeiten komplett verloren hat. Das ist sehr schade, denn die Story beginnt mit grandiosen Landschaftsbeschreibungen und tiefen Einblicken in die anatolische Gesellschaft. Die Leserschaft kann…

Fremde Heimat

„Sie nennen mich Hitlers Sohn. Flüchtiger Arier. Kind mit Kraft. Sie nennen mich Windhundwelpe des Führers. Sie rufen mich den Gelben, die kleine Sonne, Zauberperle, lachendes, glückliches Äffchen. Sie sagen: Verwandle dich nicht, und wir werden dich bewundern. Sie wollen mir schmeicheln, also lächele ich sie an.“ S. 7 Im Siebentürmeviertel in Istanbul in den…

In Istanbul und Mumbai

Holle ist Künstlerin und zur Zeit mit einem Stipendium in Istanbul. Hier hat sie Celal kennengelernt, den Besitzer des „Döner Paradise“. Celal, dem Ironie fremd ist, und der schlecht englisch spricht, so dass Holle und er sich kaum unterhalten können. Trotzdem beginnen sie eine Liebesbeziehung. Christoph Wanka ist Vorstandsmitglied eines Bauunternehmens und Kunstsammler, und er…