Großartiges US-Portrait der Gesellschaftsklassen

Mit diesem Roman ist ein sehr gutes Rundum-Bild einer relativ progressiven Stadt wie Portland gelungen, die sich von einer alternativen, hippen, woke-toleranten Stadt durch das drängende und eskalierende Obdachlosenproblem in einen großflächigen Problembezirk verwandelt. Dabei werden sehr viele Sichtweisen beleuchtet. Erstens die Probleme der Wohnungslosen, die durch das amerikanische Turbokapitalismussystem ohne Krankenversorgung und soziale Absicherung…

Im freien Fall

Ich mag dieses Milieu und die Sprache des Romans zwar überhaupt nicht. Die Protagonisten sind ordinär, primitiv, gewalttätig, hasserfüllt und gleichzeitig auch lamentierend weinerlich, die Stimmung ist siffig, alkohol- und drogengeschwängert, sexuell anrüchig – also extrem tief. … und dennoch ist es ein gutes Buch, sehr kraftvoll wird dem Leser eine authentische unangenehme Welt mit…

Broken Dreams

S. 161 „Es war eine Qual, und er sehnte sich danach, sie endlich los zu sein.“ Obiges, natürlich komplett aus dem Kontext gerissenes, Zitat entspricht exakt meinem Gefühl beim Lesen. Dabei ist Fat City, gekonnt und atmosphärisch beklemmend, eine meisterliche Milieu – Studie aus Kalifornien in den 1950er Jahren, die Blumenbar in frischem, überraschendem Outfit…