Die Sommer der Porters

Die Sommer der Porters ist eine ruhige, mit Akribie und feinem Gespür erzählte Familiensaga über Generationen hinweg, deren Mittelpunkt das Meer und die Pflanzen im Sommerhaus an der Ostküste der USA ist. Der Landbesitz der im Who is Who der Ostküstengesellschaft verzeichneten Porters, vermutlich Nachfahren eines Mayflower Ahnen, wurde den Indianern abgehandelt und ist seit…

Lovestories in Zeitreisen

Elan Mastais Debüt glänzt mit einem überraschenden, lockenden Beginn: „Die Sache ist die: Ich komme aus der Welt, die wir haben sollten. Das sagt Ihnen natürlich nichts, denn Sie leben hier, in der beschissenen Welt, die wir haben.“ Fast schon rotzig erzählt der 32 jährige Tom Barren seine Geschichte, wie es dazu kam, dass wir…

Memory Wall – von der Schönheit

Ich bin bezogen auf Preise, Awards und Auszeichnungen oft ein wenig dégoutant, seit Edward St. Aubyns „Der beste Roman des Jahres“ hat sich das noch deutlich verstärkt. Ein Pulitzerpreisträger ist nicht unbedingt ein Garant für Hochklassiges. Diese Novelle von Pulitzerpreisträger Anthony Doerr hingegen hat mich, in all ihrer schlichten Poesie und Komplexität umgehauen. Sie ist…

Lovecraft Country

Matt Ruff bietet mit seinem Roman Lovecraft Country erfreulicherweise wieder einmal Anlass für meine liebste Kategorie, die Kategorie Lob & Hudel. Nicht nur seine Art – und hier ist Art auch als Kunst zu verstehen – zu schreiben, seine Idee zum Roman, der gewählte Titel und die so leicht erscheinende Schreibe, ein genüßlicher Erzählstil, der…

Suchende in Montana

Wir alle sind auf der Suche, nach Liebe, Sicherheit, Schönheit, Glück. Autor Smith Henderson erzählt In seinem Debüt Montana von dieser Suche und denen, die sich auf eine solche begeben. Unaufdringlich, ohne zu werten, doch furios, hart, schonungslos, brutal, ehrlich und extrem packend – trotz des nicht unbeträchtlichen Umfangs seines Romans. Schwere Kost ist es,…