Köstlichkeiten – nicht nur zum Mitbringen

Der Sommer bricht an und damit auch das Draußen-Sein. Aufgrund eines fehlenden Gartens gerne auch in der waldigen Umgebung am Wasser und das gerne auch abseits von Einkaufsmöglichkeiten. Deshalb habe ich mir mit der Zeit ein kleines Repertoire an schnellen Rezepten zugelegt, die auch gut mitzunehmen sind. Egal ob nur für uns bei Ausflügen oder eben auch zu Einladungen und einfach gemeinsamem Abhängen mit Freunden in der Natur. Rezeptvorschläge sind nach wie vor willkommen und so war ich sehr gespannt auf die Sammlung von gut vorzubereitenden und mitzubringenden Kostbarkeiten in dem soeben im feinen ars vivendi verlag erschienenen Buch von Nini Nagele, die sich allerhand hat einfallen lassen und Valerie Hammacher, die die Köstlichkeiten mit Speichelfluss fördernden Photographien präsentiert.

Vorab gibt Nagele ein paar äußerst wertvolle Tipps zum Thema Transport – denn nichts ist ärgerlicher, als eine liebevoll zubereitete Mahlzeit, die den Transport nicht unbeschadet übersteht. Wir wissen alle: Das Auge isst mit. Nagele legt dabei nicht nur den Fokus welche Speise in welchem Behältnis am besten zu transportieren ist, sondern hat auch daran gedacht, diese durch kleine Tricks frisch zu halten, vor dem Auslaufen oder einer Verwechslung mit einer anderen Speise zu bewahren. Obwohl ich doch schon sehr häufig solche Transporte durchgeführt habe, hat sich hier noch einiges an Aha-Effekten für mich eingestellt. Praktisch, nachhaltig und unaufwändig und noch dazu schön anzusehen kommen die Mitbringsel an – was will man mehr?

Natürlich soll alles auch gut schmecken und auch darauf hat Nagele geachtet. Angefangen von Salaten, Dips und Aufstrichen, über selbstgebackenes Brot, Quiches und anderen Ofengerichten, bis hin zu Gastgeschenken, die einen längeren Genuss versprechen, sind alle Rezepte eindeutig und klar beschrieben. Ihr mögt jetzt sagen, nun das ist ja keine Kunst, aber doch, das scheint es zu sein. Ich kenne Kochbücher, bei denen Mengenangaben nicht durchgängig vorhanden sind, Zutaten, die auf der Liste stehen, nicht im Rezept vorkommen oder die Zubereitungsschritte einfach nicht eindeutig erklärt sind. Das ist für jemanden, der ein wenig Erfahrung in der Küche mitbringt kein großes Problem, doch wer am Anfang seiner Küchenkünste steht, der wird dadurch schnell ausgebremst und wird sich nicht mehr so bald daran wagen, selbst zu kochen. Dabei gibt es nichts besseres, als eine selbst zubereitete, schmackhafte Mahlzeit ohne versteckten Zucker oder Konservierungsstoffe.

Jedem Abschnitt, in dem einzelne Rezepte gruppiert sind, ist eine kurzer allgemeiner Text vorangestellt, bei den einzelnen Rezepten hat Nagele noch Tipps angefügt, die das Gelingen quasi garantieren. Wichtige Tipps zur Herstellungsmethode – hier denke ich zum Beispiel an das Einkochen – sind kurz und knapp, aber informativ platziert, so dass man sie gleich zu Beginn der Rezepte findet. Methoden zur Haltbarmachung werden ebenfalls angesprochen, was ich immens wichtig finde, um Lebensmittelverschwendung zu vermeiden.

Nagele hat durchweg solide Rezepte entwickelt, die dennoch in keiner Weise langweilig sind. Dabei muss man nicht erst in zig Spezialläden einkaufen, um auch wirklich alles parat zu haben, was man benötigt. Hier ist für Jeden und Jede etwas dabei – hier finden sowohl vegane als auch nicht vegane Rezepte ihren Platz. Meine Großmutter, die selbst mit 14 Jahren die Küche der elterlichen Wirtschaft (mit gleichzeitiger Ausbildung) übernahm, hatte ein Motto: Verwende so viel wie möglich eines Lebensmittels, sei es Gemüse oder Fleisch, in guter Qualität und verschwende nichts. Wenn wir uns heute wieder mehr an dieses Motto hielten – Fleisch gab es in unserer Familie höchstens zweimal die Woche und die Haltung der Tiere war schon immer wichtig – dann wäre schon vieles gewonnen.

Danke an Nini Nagele und Valerie Hammacher für neue Inspirationen in meiner Küche – nicht nur für Feste, Picknicks und Parties. Ebenso ein Dank an den Verlag, der mir das Exemplar über netgalley als E-Book zur Verfügung gestellt hat. Ich habe entdeckt, dass von den beiden Autorinnen ein weiteres Buch mit dem spannenden Titel Österreichische Tapas erschienen ist. Das muss ich mir jetzt schleunigst holen.

Und noch etwas hat mich tief berührt, als ich auf der letzten Seite des Buches ankam – ein Hinweis auf das Logo des Vereins Junge Helden e.V. – Norbert Treuheit, der Verleger dieses wunderbaren feinen Verlags, weist explizit und aus Gründen auf diesen Verein und die Möglichkeit, sich als Organspender über ein Tattoo des Signets des Vereins zu erkennen zu geben, hin. Ich hatte das große Glück, ein paar Jahre in diesem Verlag arbeiten zu dürfen und weiß, wie viel Sendungsbewusstsein in all den liebevoll gestalteten und inhaltlich wertvollen Büchern steckt. Danke Norbert dafür.

Und an euch da draußen, die ihr hier lest: Kauft ars vivendi Bücher!

Und was kann ich mitbringen von Nini Nagele und Valerie Hammacher ist am 30. April 2025 im ars vivendi verlag erschienen. Für mehr Infos zum Buch durch Doppelklick auf das im Beitrag abgebildete Cover oder auf der Verlagsseite.

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