Sie suchen das ganz Besondere! – Den absoluten Hammer! Den Thrill und die Action. Und echte Liebe wäre obendrein auch nicht schlecht. Nur leider wissen Sie nicht, was das sein könnte und sind deswegen gerade ein wenig unleidig? – Na, dann ist ja gut, dass Sie hier vorbeischauen.
Denn hier werden Sie fündig werden!
Machen Sie sich bereit für einen echten Action geladenen Thrill aus Zamonien, denn RUMO folgt seinem silbernen Band, das er mithilfe seines ausgeprägten Geruchssinns sehen kann.
Und es interessiert ihn nicht die Bohne, wer oder was sich ihm auf seiner Reise hin zum Ursprung dieses faszinierenden Mysteriums in den Weg stellt.
Denn das silberne Band ist von Ausschlag gebender Bedeutung, auch wenn RUMO am Anfang natürlich nicht weiß, was es damit auf sich hat.
Der Weg hin zum Ursprung dieses prickelnden Geheimnisses hat es jedenfalls in sich. Aber davon läßt sich ein Wolpertinger kein bißchen aus dem Konzept bringen, denn sie besitzen von Natur aus unglaubliche Reflexe, geschmeidige Kraft, tödliche Waffen und die Angewohnheit, einer eventuellen Bedrohung furchtlos ins Blut unterlaufene Auge zu blicken. – Und das ist auch gut so, denn Zamonien ist eben nicht bloß die Heimat von harmlosen Fhernhachenzwergen, vergeistigten Eeydeten oder emsigen Hochwaldschraten und Küstengnomen sondern eben beispielsweise auch von brutal dummen Blutschinken, eiskalten Frostfratten und monströsen Vrahoks.
Die geneigten Leser begleiten RUMO von Anfang an, als er noch den putzigen Mittelpunkt einer Fhernhachenzwergfamilie bildet, die leider von einer dreckigen Bande umher reisender Teufelsfelszyklopen eingesammelt wird, um später dann als Proviant herhalten zu müssen.
Auf dieser ersten Reise in RUMOs Leben wird auch einmal ein Fhernhachenzwerg aus Versehen zerrissen, was nur Erwähnung finden soll, um einen Eindruck vom Grad der lässig daher kommenden Brutalität zu vermitteln.
In RUMO finden Sie das ganze Programm: Schlachten, Folter, Wahnsinn, grausige Tode und eine ganz spezifische Unsicherheit, die für ihn aufwühlender ist, als jedes muntere Blutgespritze.
Lassen Sie die Glotze guten Gewissens ausgeschaltet und lesen Sie RUMO.
Neben der wilden Action ist auch RUMO, wie all die anderen vortrefflichen Zamonienromane, voller phantastischer Einfälle, die sowohl das Buch als auch die Geschichte und ihren Ausgang ungemein bereichern und eigentlich erst möglich machen.
Es ist jedesmal wieder höchst erstaunlich, wie gekonnt Walter Moers sowohl wissenschaftliche Erkenntnisse als auch Irrwitziges unserer anstrengenden Welt in seine phantasievollen Geschichten miteinfließen läßt.
Es steckt so viel in seinen Büchern. Zwischen den Zeilen. Und auch dahinter, während man seinen einzigartigen Sprachanwendungen frönt.
Und im vorliegenden Fall nicht zuletzt ein riesiger Sack voller Spannung.
Also Achtung!
Hier kommt RUMO. Ein Wolpertinger. Auf seinem Weg.
Geruede – macht sofort Platz

Deine Begeisterung für RUMO und Moers im Allgemeinen schwingt in Deiner punktgenauen Besprechung voll krass mit. Es ist sooo beeindruckend, was Walter Moers alles miteinander verweben kann.
Beste Grüße und Danke für Deinen Kommentar
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Walter Moers entfaltet im dritten Zamonienroman ein grandioses Panoptikum von Charakteren, Emotionen, Geisteszuständen, Szenerien, Dingen und Lebewesen.
Alleine die in RUMOS Schwert einlegierten Seelenanteile des blutrünstigen Dämonenkriegers Grinzold und des eher musisch veranlagten Stollentrolls Löwenzahn und ihre legendären Diskussionen, dann noch die unvorhandenen Winzlinge oder die herrlichen Mantel- und Degen-Reminiszenzen bei der Beschreibung des idealen Fechtgartens à la Uschan De Lucca …
Ich kann mich also, liebe Gerude, Deiner begeisterten Lektüreempfehlung nur anschließen.
Wenn Du magst, kannst Du noch bei meiner RUMO-Rezension einen Lesebesuch wagen: https://leselebenszeichen.wordpress.com/2014/05/28/rumo/
Belesene Grüße! :-)
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