Diese handliche und überaus ansprechend gestaltete Anthologie aus dem Thiele Verlag eignet sich für alle hervorragend, die dringend an der Nordsee sein müßten, es aber aus unterschiedlichen Gründen nicht sein können.
Spiegelt diese Sammlung literarischer und lyrischer Eindrücke aus mehreren Jahrhunderten doch auf wunderbare Weise die stets wandelbare Vielseitigkeit dieses einzigartigen Lebensraums, der atmet, pulsiert und unablässiger Veränderung unterliegt.
An der Grenze zweier Welten.
Von Heinrich Heine über Christian Morgenstern bis hin zu Julius Rodenberg und Charlotte Ueckert hat die Nordsee vielen Schreiberinnen und Schreibern als Erholung vom Nerven aufreibenden Inlandleben aber auch als Inspiration gedient.
Neben meinem Eindruck, ich befände mich während des Lesens dieser munteren Texte und Gedichte nebst den Schreibern; sie gleichzeitig beobachtend als auch ihre Eindrücke nachzuvollziehen, meine ich zu fühlen, wie der salzige Wind unablässig weht oder als trügerisches Lüftchen daherkommt und den Ortsunkundigen in scheinbare Sicherheit zu wiegen, während draußen auf Seeseite des Deiches der Sturm schon am Ausholen ist.
Doch schon ist dieser litarische Eindruck vorüber und ein neuer wird entfaltet; ganz wie in der Wirklichkeit. Auch heute. Und mitunter gerade jetzt.
Daneben gewähren gerade die alten Geschichten hier und da einen spannenden historischen Einblick in das Leben und Funktionieren am Rande der See.
Unspektakulär. Entspannt emsig. Und immer die See im Blick.
Für meine Meeres- und Küstenbibliothek: Ein echtes Kleinod.
Geruede, dankbar
Weitere Infos zum Buch: https://www.thiele-verlag.com/buch/literarische-nordsee

Und ja. So klingt und arbeitet dieses Kleinod. Und: Gern geschehen.
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Mein lieber arnoldnuremberg!
Na, Sie sind ja schon ganz schön herumgekommen. Davon kann unser Einer nur träumen und bestenfalls darüber lesen, während dieses unerfreulichen Wartens auf den nächsten Schritt. Womöglich bringt mich der dann doch auch der Küste ein Stück näher.
Man muß sich im Leben wohl frühzeitig auf den Weg in Richtung Küste begeben, will man irgendwann im vergänglichen Dasein morgens mit Möwengeschrei in den Tag starten.
Wider dem Leben im Inland! – Oder: Auf dem Weg.
Geruede
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Das klingt nach weiten Horizonten, Meeresrauschen, Wellen, Wind und Wetter, kreischenden Möwen, Menschen, die dort leben und arbeiten oder sich erfrischen und erholen.
Dankbar für Reiseerinnerungen an die ostfriesichen und nordfriesichen Inseln und Küsten, wie auch an der schottischen coast line und schon wieder ein Weilchen zurück der dänischen – und schließlich für Deine erlesene Lektüre.
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